Stefanie ist 49 Jahre alt, sie erzählt mir, dass bei ihrer Hochzeit die Welt noch in Ordnung gewesen sei. Die Geburt ihrer beiden Kindern seien Schlüsselmomente im Leben gewesen. Es sei etwas ganz besonderes, einem Baby einen Namen zu geben und stolz zu sein als Mama – Windeln zu wechseln und sich über ein gesundes Kind zu freuen.

Später, nach ihrer Erkrankung sei die Entscheidung, ins Dialogos zu kommen, einschneidend gewesen. Sie habe 2009 drei Orte besichtigt und die Atmosphäre habe ihr gefallen, sie sei nach dem Vorstellungsgespräch ins Auto gestiegen und habe gewusst, dass sie hier leben möchte. Ein Schlüsselmoment war auch, dass sie sich entschieden hätte, nicht mehr zu kiffen.

„THC hat mich krank gemacht und zu Klinikaufenthalten geführt. Leider habe ich mich lange geweigert, mit dem Kiffen aufzuhören. Nun habe ich Respekt, so dass ich das Verlangen verloren habe. Ich sehe die Auswirkungen des Kiffens bei den anderen. Mit meinem heutigen Wissen würde ich eine Legalisierung nie mehr befürworten. Dass ich im Dialogos mehr als vier Jahre alleine in einer betreuten Einzelwohnung leben konnte, werde ich nicht mehr vergessen. Alles ist gut gegangen, bis zu meinem Unfall, welcher zu einem Klinikaufenthalt führte. Während dieses längeren Klinikaufenthaltes ist es für mich enorm wichtig gewesen, dass ich Besuch hatte vom Dialogos und dass ich Unterstützung hatte, um wieder ins Wohnheim zurückzukommen. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.“